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Chlor

(Ammoniak, Gefahrenstoff, Gefahrenbereich, Wind)

Eigenschaften:

  • Unter Druck (6,7 bar bei 20 °C) verflüssigtes Gas,
  • Atemgift mit Reiz- und Ätzwirkung,
  • Wassergefährdend,
  • Nicht brennbar,
  • Schwerer als Luft (theoretisches Dichteverhältnis 2,5),
  • 1 l Chlor im verflüssigten Zustand ergibt bei vollständiger Entspannung ca. 457 l Chlorgas.
  • Flüssiges Chlor ist bei Austritt unter -34 °C kalt und führt bei Kontakt zu schweren Erfrierungen und Zerstörungen der „normalen” Chemikalienschutzkleidung.
  • AGW (MAK): 0,5 ppm;
  • ETW: 1 ppm,
  • In Konzentrationen über 50 ppm möglicherweise, ab 1000 ppm sicher tödlich!
  • Greift in Verbindung mit Wasser fast alle Metalle an!

Erkennungsmerkmale:

  • Stechender (reizender) Geruch (Geruchsschwellenwert 0,3 ppm),
  • Gas hat bei mittlerer und hoher Konzentration eine gelbgrüne Färbung,
  • Druckgasbehälter: gelbe Flaschenschulter und grauer Mantel (bei 6,7 bar verflüssigt), Flaschen bis 52 l, Fässer mit 400 und 800 l Inhalt,
  • Chemisch gebunden, z. B. als Chlorkalk in Tablettenform (für die Schwimmbadhygiene), löst sich bei Kontakt mit Wasser.
  • Gefahrnummer 265 (giftiges Gas, oxidierend),  UN-Nr. 1017,
  • Gefahrzettel 2.3; 8 und 5.1 

Maßnahmen der Feuerwehr:

  • Eigenschutz beachten!
  • Gefahrenbereich sofort absperren!
  • Umluftunabhängiger Atemschutz (PA) und Chemikalienschutzanzug (CSA)!
  • Bei Austritt von flüssigem Chlor: Kälteschutz!
  • Unbedingt weitere Ausbreitung beobachten!

Allgemeine taktische Hinweise zur Einsatzdurchführung:

  • Abstand halten, mindestens 50 m!
  • Bei der Anfahrt Windrichtung beachten, mit dem Wind anfahren.
  • Unmittelbaren Gefahrenbereich im Freien räumen und in Abhängigkeit von der Lagermenge großräumig absperren.
  • Fenster und Türen schließen! Klimaanlagen abstellen!
  • Benachbarte Gebäude grundsätzlich nicht räumen.
  • Ggf. tiefer gelegene Räume in Wohn- sowie Industrieanlagen in der Ausbreitungsrichtung kontrollieren und abdichten.
  • Betrieblichen Gefahrenabwehrplan beachten

Merkblatt "Maßnahmen bei Gefahren durch Ammoniak und Chlor"

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