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Hybrid- und Elektroantrieb

(Zukunft, Kraftfahrzeuge, Alternativen, Antriebstechniken, Erdgasantrieb, (CNG), Flüssiggasantrieb, (LPG), Wasserstoffantrieb, Brennstoffzelle, Elektro-Hybrid-/Vollelektroantrieb, Hybrid, Hybridantrieb, Elektroantrieb, Alternativ angetriebene Fahrzeuge)

Die Kombination zweier Antriebstechnologien in einem Fahrzeug wird als Hybrid bezeichnet. 

Bei Pkw ist dies in der Regel ein Verbrennungsmotor in Verbindung mit einem Elektromotor.

Bei Vollelektroantrieben besteht die Antriebstechnologie nur aus einem Elektromotor ohne einen herkömmlichen Verbrennungsmotor. Im Folgenden ist Hybrid, als die Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor mit Energiespeicher (Batterie) zu verstehen.

Die Energiespeicher bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen sind an vielen verschiedenen Orten im Fahrzeug zu finden, manchmal im Kofferraum, unter der Rücksitzbank oder auch am Fahrzeugunterboden. Um die tatsächliche Verbauung der Akkumulatoren sicherzustellen, sollte eine Rettungskarte zu Hilfe genommen werden. Die Energiespeicher sind derzeit aus Ni-MH (Nickel-Metallhydrid) oder Li-Ion (Lithium-Ionen) und einem Gel-Elektrolyt gefüllt.

Folgende Unterscheidung kann bei Hybridfahrzeugen vorgenommen werden:

  • PlugIn-Hybrid: 
    Eine Aufladung kann durch die Steckdose erfolgen und rein elektrisches Fahren ist möglich.
  • Voll-Hybrid:
    Die Batterie wird durch den Verbrennungsmotor während der Fahrt aufgeladen. Ist die Batterie geladen, schaltet der Motor ab und eine rein elektrische Fortbewegung ist möglich.
  • Mild-Hybrid:
    Ein rein elektrisches Fahren ist nicht möglich, z. B. Anfahrhilfe beim Ampelstart, um den Kraftstoffverbrauch zu verringern.
  • Micro-Hybrid: In der Regel ist damit eine Start-Stopp-Automatik gemeint.

Erkennungsmerkmale:

  • Fahrzeugbeschriftungen (z. B. Aufkleber, Werbung, …)
  • Herstellerbezeichnung (z. B. Hybrid Synergy Drive, e-tron, z.e., ED, …)
  • E-Kennzeichen sind möglich (letzter Buchstabe im KFZ-Kennzeichen "E")
    Die Landratsämter können selbst entscheiden, ob sie die speziellen KFZ-Kennzeichen zulassen. 
  • Zusätzliche Tankklappe für Fremdeinspeisung
  • Hellblaue oder grüne Applikationen, Scheinwerferelemente, …
  • Ladeanzeige (Füllstandsanzeige) der Batterie
  • Orangefarbene Kabel

Sicherheitseinrichtungen:

  • Galvanische Trennung: Keine direkte Verbindung zwischen HV-Komponenten und der Karosserie
  • Berührungsschutz: Alle HV-Komponenten sind berührungssicher ausgeführt
  • Orangefarbene Isolation der HV-Leitungen mit zusätzlichen Abdeckungen
  • Kurzschlusserkennung
  • Entladung von Restspannung (bei Airbag-Auslösung wird das HV-System deaktiviert und die Restspannung abgebaut). Die Deaktivierung kann bis zu 5 Minuten dauern.
  • Ausschalten der Zündung sorgt standardmäßig für eine Deaktivierung des HV-Systems. Aber eine 100 % Garantie gibt es nicht, da diverse Verbraucher auch ohne Zündung funktionieren (Standheizung, Laden, Klimaanlagen etc.)
  • Konventionelles Abklemmen der 12 V-Batterie sorgt in der Regel für eine Deaktivierung des HV-Systems. Eine “Selbsthaltung” kann aber auch   weiterhin stattfinden!
  • HV-Trennstellen-Stecker nutzen, wenn das Fahrzeug sehr stark beschädigt ist, Rettungskarte zum Aufsuchen verwenden
  • Sicherung für HV-Deaktivierung ziehen, falls der HV-Trennstellen-Stecker nicht erreicht werden kann, Rettungskarte zum Aufsuchen verwenden

Einsatzhinweise:

  • Für die Erkundung AUTO-Regel als Gedankenstütze anwenden
  • Kennzeichenabfrage und deren Möglichkeiten nutzen
  • Kontrolle der Fahrbereitschaft des Fahrzeugs (Ready, GO, ...) im Kombiinstrument 
  • Keine HV-Komponente beschädigen oder öffnen, Beschädigte Bauteile nicht berühren
  • Im Falle eines Brandes der Energiespeicher unter Beachtung der Abstände nach VDE eine Brandbekämpfung mit ausreichend Wasser durchführen. Das Löschwasser muss auch in den Energiespeicher hinein gelangen
  • Kennzeichenabfrage und QR-Code-Systeme zur Informationsgewinnung nutzen

Merkblatt "Alternativ angetriebene Fahrzeuge"

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